Über die Seelsorgeeinheit Iller-Weihung

 

 

Eine Seelsorgeeinheit ist in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein Kooperationsverbund mehrerer selbstständiger Kirchengemeinden. Auf der Basis der gegenseitigen Anerkennung, gemeinsamer Planung und gegenseitiger Unterstützung nimmt sie die Aufgaben wahr, die angesichts des aktuellen Priester- und Personalmangels gemeinschaftlich besser zu erfüllen sind.

Unsere Seelsorgeeinheit liegt südlich der Stadt Ulm/Donau. Sie umfasst die sechs katholischen Kirchengemeinden St. Michael Hüttisheim, St. Sebastian Oberkirchberg, Mariä Unbefleckte Empfängnis Schnürpflingen, Mariä Himmelfahrt Staig, St. Pankratius Steinberg und St. Martin Unterkirchberg. Diese Kirchengemeinden präsentieren sich zusammen und stellen ihre Zusammenarbeit vor.

 

Unser Logo

Das Logo der Seelsorgeeinheit Iller- Weihung bringt die enge Verbundenheit der Kirchengemeinden zum Ausdruck. Die Wellenlinie erinnert an die Flüsse Iller und Weihung, die das Gebiet durchfließen und prägen. Darüber hinaus sagt es noch mehr: Es bildet mit wenigen Strichen ein Bild, in dem sich vielerlei erkennen lässt: Ein Schiff auf den Wogen, ein Fisch, ein Berg...

Da ist das Schiff, das sich Gemeinde nennt, unterwegs auf den Wogen unserer Zeit. Wenn die Mannschaft auf dem Schiff Hand in Hand arbeitet, braucht sie keine Stürme zu fürchten und kann sicher Kurs halten, auch bei rauer See. In unserer Zeit, da der Glaube keine Selbstverständlichkeit ist, gilt es, dass wir mutig auf Kurs bleiben, uns gegenseitig bestärken auf dem Glaubensweg – aber auch, dass wir unser „Schiff“, unsere Gemeinde, so einladend und bunt gestalten wie es auf unserem Logo erscheint.

Einen Fisch können wir ebenfalls herauslesen. In den ersten Jahrhunderten unserer Kirche, der Zeit der Christenverfolgung, war der Fisch das geheime Erkennungszeichen aller Christen. Fisch heißt griechisch „ICHTYS“, und das sind zugleich die Anfangsbuchstaben der griechischen Worte „Jesus Christus, Gottes Sohn, Erlöser“. Der Fisch sagt uns also: Unser Erkennungszeichen ist Jesus Christus. Nicht gut funktionierende Dienstleistungen, nicht gut hergerichtete Gebäude, nicht perfekte Vorzeigechristen, nicht unwiderstehliche Werbeparolen – all das ist wichtig, aber unser Erkennungszeichen ist nur eines: Dass wir unser Leben, als Gemeinde wie persönlich, an Jesus Christus ausrichten.

Auch einen Berg erkennen wir. Der Berg ist in der Heiligen Schrift der Ort, wo Menschen Gott begegnen: der Berg Sinai, der Gottesberg Karmel, Tabor, der Berg der Verklärung... Und die Kirche soll die Stadt auf dem Berg sein, der Ort, der von weither die Menschen grüßt und einlädt, hier Gott zu suchen und zu finden. Wir alle spüren von Zeit zu Zeit, dass unsere eigene Kraft an ihr Ende kommt, suchen nach neuer Energie und Zuversicht, die wir nicht selbst produzieren müssen. Im gemeinsamen Beten, im Hören auf die Heilige Schrift, in der Feier der Sakramente ist unsere Gemeinde der Berg Gottes, der Ort, an dem wir Gott begegnen und neues Leben finden können.

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